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Hämodialyse

 

Bei der Hämodialyse wird nach der Punktion eines geeigneten Blutgefäßes das Blut in die sogenannte „künstliche Niere" geführt. Das Kernstück der „künstlichen Niere" ist ein Filter zur Blutreinigung. Dialysegeräte sind High-Tech-Geräte, die computergesteuert die gesamte Dialyse überwachen und einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. Sie steuern und überwachen den Blutfluss, die Zusammensetzung der Dialysierflüssigkeit und die notwendige Gewichtsabnahme (den Flüssigkeitsentzug) des Patienten. Schon kleine Abweichungen werden angezeigt, so dass durch das speziell ausgebildete Pflegepersonal oder den Arzt sofort korrigierend eingegriffen werden kann. Die Geräte werden in regelmäßigen Abständen durch Dialysetechniker der jeweiligen Herstellerfirmen gewartet und somit in immer optimalem technischen Zustand gehalten. Auch wenn das Prinzip der Hämodialyse immer gleich ist, so gibt es verschiedene Möglichkeiten, in speziellen Situationen und bei bestimmten medizinischen Problemen die Dialyse zu variieren, um sie optimal an die Situation des jeweiligen Patienten anzupassen:

 

Hämodialyse

Dieses Verfahren wird bei uns online durchgeführt. Das bedeutet, das wir hochreines Wasser aus einer zentralen Wasseraufbereitungsanlage nutze, jede Dialysemaschine ist weiterhin mit einem zusätzlichen Filter ausgestattet, der für Sie doppelte Sicherheit bietet und Sie somit mit dem sogenannten 'ultrapure' Wasser dialysiert werden. Gerade bei Risikopatienten nutzen wir sogenannte High-Flux-Dialysatoren.

 

Genius

Dies ist ein spezielles Verfahren nach dem sogenannten Tankprinzip. Diese wurde von Herr Dr. Tersteegen eingeführt und hat Vorteile bei kreislaufempfindlichen Patienten.

 

Hämodiafiltration

Bei diesem Verfahren wird dem Patienten eine große Menge an Flüssigkeit entzogen, die ihm vorher während derselben Dialysesitzung zum großen Teil zugeführt wurde. Dies können insgesamt mehr als 20 Liter pro Dialyse sein. Durch diesen sehr hohen Flüssigkeitsaustausch zwischen Blut und Dialysierflüssigkeit werden bestimmte Schlackenstoffe besser entfernt als bei der üblichen Dialyse. Dieses Verfahren kommt der Entgiftungsfunktion der Nieren am nächsten. Bestimmte Geräte können die Flüssigkeit, die dem Patienten zugeführt wird (Infusionslösung) sogar selbst herstellen (sogenannte Online-Hämodiafiltration).

 

Peritonealdialyse

 
Im Gegensatz zur „künstlichen Niere", bei der eine künstliche Dialysemembran außerhalb des Körpers verwendet wird, dient bei der Bauchfelldialyse das Bauchfell (Peritoneum) als Dialysemembran.

Es ist eine dünne Haut, die die Organe des inneren Bauchraumes überzieht und sehr gut durchblutet ist. Über einen in der Bauchwand fest eingesetzten Katheter wird die Dialysierflüssigkeit aus einem Beutel in die Bauchhöhle eingelassen. Diese Flüssigkeit umspült das Bauchfell. Durch den Austausch von Schlackenstoffen und Flüssigkeit zwischen den Blutgefäßen des Bauchfells und der Dialysierflüssigkeit werden Schlackenstoffe und Flüssigkeit entfernt. Die mit Schlackenstoffen angereicherte Flüssigkeit (Dialysat) wird nach einigen Stunden wieder durch den Katheter abgelassen und durch neue Dialysierflüssigkeit ersetzt. Der Beutelwechsel findet entweder vor allem tagsüber von Hand statt (CAPD) oder wird nachts durch eine Maschine daheim durchgeführt.